Terrassenüberdachung: Glasdach, Lamellendach oder Markise?
Drei Systeme, drei verschiedene Aufgaben
Eine Terrasse überdachen klingt nach einer Entscheidung. Tatsächlich sind es drei: Wie viel Wetterschutz brauchen Sie, wie viel Licht wollen Sie behalten, und wie oft soll sich daran etwas ändern lassen? Glasdach, Lamellendach und Markise beantworten diese Fragen unterschiedlich. Keines der drei ist grundsätzlich besser als die anderen.
1. Das Glasdach: dauerhaft trocken, maximal hell
Ein Glasdach ist fest. Es hält Regen und Schnee ab und lässt fast das gesamte Tageslicht durch, auch im Winter, wenn die Sonne flach steht und der Raum dahinter jedes bisschen Helligkeit gebrauchen kann. Verwendet wird Verbundsicherheitsglas, das bei Bruch in der Zwischenfolie hängen bleibt. Was Sie mitbedenken sollten: Unter Glas wird es im Hochsommer warm. Wer ein Glasdach plant, plant die Beschattung am besten gleich mit, als Unterdach- oder Aufdachbeschattung.

2. Das Lamellendach: jede Stunde neu entscheiden
Bei einem Lamellendach drehen sich die Dachlamellen aus Aluminium. Geschlossen sind sie dicht und führen das Wasser über die Rahmenprofile ab. Geöffnet lassen sie Luft und Licht durch und kühlen den Bereich darunter spürbar. Das ist der Vorteil gegenüber dem Glasdach: Sie legen sich nicht einmal fest, sondern passen die Terrasse dem Tag an. Motorisierung, Regensensor, Beleuchtung und seitliche Screens sind die üblichen Erweiterungen.

3. Die Markise: Sonnenschutz, kein Dach
Eine Gelenkarmmarkise schützt vor Sonne, nicht vor Wetter. Sie ist die leichteste der drei Lösungen, braucht wenig Platz und verschwindet vollständig, wenn Sie sie nicht brauchen. Bei Wind muss sie eingefahren werden, von Hand oder automatisch über einen Windwächter. Für Terrassen, die nur im Hochsommer zu heiss sind und sonst gut funktionieren, ist sie oft die richtige Antwort.

4. Was die Statik verlangt
Jede Überdachung leitet Lasten ins Gebäude oder in den Boden. Schnee- und Windlasten sind in der Schweiz stark ortsabhängig, Höhenlage und Exposition entscheiden mit. Daraus ergeben sich Profilquerschnitte, Pfostenabstände und die Art der Verankerung. Ob an die Fassade angehängt oder freistehend auf Fundamente gesetzt wird, ist deshalb keine reine Geschmacksfrage.
5. Was der Untergrund verlangt
Eine bestehende Terrassenplatte trägt nicht automatisch. Entscheidend sind Aufbau, Dicke und Bewehrung und die Frage, ob unter dem Belag eine Abdichtung liegt, die nicht durchbohrt werden darf. Bei Fassadenbefestigung kommt es auf den Wandaufbau an: Beton, Mauerwerk, Wärmedämmverbundsystem und Holzständerbau verlangen jeweils andere Befestigungsmittel. Das prüfen wir vor der Offerte, nicht danach.

6. Was die Bewilligung verlangt
Ob eine Terrassenüberdachung bewilligungspflichtig ist, entscheidet die Gemeinde. Grundfläche, Höhe, Grenzabstand und Ortsbildschutz spielen hinein, und die Regeln unterscheiden sich von Kanton zu Kanton, teilweise von Gemeinde zu Gemeinde. Klären Sie das früh. Häufig bestimmt die Baueingabe den Termin, nicht die Lieferzeit.
7. Was die Montage verlangt
Zugang, Kranbedarf, Gerüst, Arbeitszeitfenster: Eine Terrasse im Erdgeschoss mit Zufahrt bis vor die Tür ist etwas anderes als ein Attikageschoss im vierten Obergeschoss. Diese Punkte gehören in die Offerte, sonst tauchen sie später als Nachtrag auf.

Warum wir keine Preise veröffentlichen
Die Spannweite zwischen einer kleinen Markise und einem freistehenden Lamellendach mit Screens und Beleuchtung ist so gross, dass jede Zahl in einem Blogbeitrag in die Irre führen würde. Bei uns gilt: Preis auf Anfrage. Dafür erhalten Sie eine Offerte, die Ihr Objekt meint, mit Statik, Befestigung und Montagesituation darin.
So kommen Sie zu einer belastbaren Offerte
- Grundriss oder Skizze der Terrasse mit Massen
- Zwei, drei Fotos der Situation, auch vom Anschluss an die Fassade
- Standort und Gemeinde, daraus ergeben sich Schnee- und Windlast
- Was Sie sich wünschen: dauerhaft dicht, flexibel oder nur Schatten
- Ihr Wunschtermin
Mit diesen Angaben können wir in der Regel ohne Zwischenrunde offerieren. Schicken Sie uns Ihre Unterlagen über das Kontaktformular oder rufen Sie an. Wir melden uns mit konkreten Fragen zurück, nicht mit einer Preisliste.
