Outdoor Living in der Schweiz: aus der Terrasse einen Raum machen

Die Terrasse als zweites Wohnzimmer

Outdoor Living bedeutet nicht, ein paar Möbel nach draussen zu stellen. Es bedeutet, den Aussenbereich so zu planen, dass man ihn wie einen Raum benutzt: mit einem Boden, der trägt und trocken bleibt, einem Dach, das Wetter abhält, Schutz gegen Sonne und Wind, Licht für den Abend und einer sauberen Abgrenzung nach aussen. Wenn diese Teile zusammen geplant werden, entsteht ein Raum. Wenn sie nacheinander dazukommen, bleibt es eine Terrasse mit Zubehör.

Überdachte Terrasse mit Blick auf die Berge
Höhenlage und Exposition bestimmen Schnee- und Windlast und damit die Konstruktion. (Visualisierung)

Das Schweizer Klima ist der eigentliche Auftraggeber

Die Saison im Mittelland ist kurz, und sie wird nicht vom Kalender begrenzt, sondern vom Wetter: zu heiss im Juli, zu nass im Mai, zu kühl ab September. Gut geplantes Outdoor Living verlängert diese Saison an beiden Enden. Ein Dach bringt die Regentage zurück, ein Windschutz die kühlen Abende, eine Beschattung die Mittagsstunden im Hochsommer. Wer in höheren Lagen baut, rechnet zusätzlich mit Schneelast und Windsog, und das verändert die Konstruktion, nicht nur den Preis.

Beschattete Terrasse mit Loungemöbeln
Beschattung, Windschutz und Dach verlängern die nutzbare Saison an beiden Enden. (Visualisierung)

Die vier Schichten eines Aussenraums

1. Der Boden

Er bestimmt, wie der Raum sich anfühlt und wie viel Unterhalt er macht. WPC ist wohnlich und barfusstauglich, Stein und Feinsteinzeug sind robust und formstabil. Entscheidend ist, was darunter passiert: Wo Wasser stehen bleibt, bleibt der Aufbau feucht. Mehr dazu im Beitrag über das LOTTERS Bodensystem.

2. Das Dach

Glasdach, Lamellendach oder Markise, je nachdem, ob Sie dauerhaft dicht, flexibel oder nur beschattet sein wollen. Die drei Systeme im Vergleich haben wir hier gegenübergestellt.

3. Der seitliche Schutz

Wind entscheidet oft mehr über die Nutzbarkeit als Sonne. Seitliche Screens, Glaselemente oder Sichtschutzwände machen aus einer zugigen Fläche einen ruhigen Bereich, ohne die Aussicht zu verlieren. Zum Nachbargrundstück hin übernimmt derselbe Aufbau die Abschirmung.

4. Die Abgrenzung

Geländer sind an erhöhten Terrassen und Balkonen Pflicht, und sie prägen den Gesamteindruck stärker, als man erwartet. Ganzglas öffnet die Aussicht, Stäbe wirken ruhiger und gegliedert, Rahmen mit Füllung liegen dazwischen. Was den Preis bestimmt, steht im Beitrag über Geländerkosten.

Terrasse mit Glasgeländer und schwarzen Pfosten
Licht, Steckdosen und Leitungen kosten in der Planung fast nichts und im Nachhinein viel. (Visualisierung)

Licht, Strom und die Dinge, die man später vermisst

Beleuchtung, Steckdosen, ein Anschluss für den Heizstrahler, die Leitung für den motorisierten Sonnenschutz: Diese Punkte kosten in der Planung fast nichts und im Nachhinein viel. Wer sie mitdenkt, spart sich Aufputzkanäle und Kabel über den Boden. Dasselbe gilt für die Entwässerung: Wohin das Wasser vom Dach läuft, sollte vor der Montage feststehen.

Material und Unterhalt

Pulverbeschichtetes Aluminium ist im Aussenbereich der Standard, weil es leicht, korrosionsbeständig und wartungsarm ist. Verzinkter Stahl ist tragfähiger und günstiger, braucht aber mehr Aufmerksamkeit an Schnitt- und Schweisskanten. Edelstahl ist langlebig und formschön, aber teurer. In Seenähe und in Poolbereichen lohnt es sich, bei Oberflächen und Befestigungsmitteln nicht zu sparen: Chlorhaltige Luft und Streusalz sind die eigentlichen Prüfungen, nicht der Regen.

Panoramaterrasse mit Ganzglasgeländer im Abendlicht
Wenn Boden, Dach, Schutz und Abgrenzung zusammen geplant sind, wirkt der Aussenbereich wie ein Raum. (Visualisierung)

Was Sie vor dem Baustart klären sollten

  • Bewilligung: Grundfläche, Höhe und Grenzabstand regelt die Gemeinde, nicht der Kanton allein
  • Untergrund: Was trägt die bestehende Platte, und liegt eine Abdichtung darunter?
  • Aufbauhöhe: Türschwellen und Übergänge bestimmen den Bodenaufbau
  • Reihenfolge: Boden, Dach und Geländer greifen ineinander und sollten zusammen geplant werden
  • Zugang: Kran, Gerüst und Anlieferung entscheiden über den Montageablauf

Alles aus einer Hand

MeZaBau plant und montiert die vier Schichten als ein Projekt: Bodensysteme, Überdachung, Sonnenschutz und Geländer. Für Architekten und Unternehmen übernehmen wir einzelne Teilgewerke auch als Subunternehmer, siehe Montageservice. Preise nennen wir projektbezogen, weil Standort, Untergrund und Ausführung den Aufwand bestimmen: Preis auf Anfrage.

Erzählen Sie uns, wie Sie den Aussenbereich nutzen wollen, und schicken Sie ein paar Fotos und Masse über das Kontaktformular. Einen Überblick über unsere Lösungen finden Sie unter Outdoor Living.

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